DISG e.V.

Deutsche Interessengemeinschaft Schwimm- und Geländefahrzeuge

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Treffenberichte



Historie der  Internationalen  Schwimmwagentreffen



Die Idee von internationalen Schwimmwagentreffen stammt eindeutig aus Österreich und wurde dort 1960 ins Leben gerufen. Das war in Burgau am  Attersee und es erschienen bereits 16 Schwimmwagen zu diesem ersten Pfingsttreffen. Deshalb beschloss man, sich im nächsten Jahr abermals zu Pfingsten zu treffen. So fand dann das 2te internationale Schwimmwagentreffen in Obernzell bei Passau an der Donau statt.


Aber im September 61 gab es in Paderborn-Beverungen auch noch ein Schwimmwagentreffen, welches auch zum 2ten internationalen Schwimmwagentreffen gekürt wurde, eigentlich aber bereits das dritte war.


Die österreichische Idee von den internationalen Pfingsttreffen lief bis 1971 unter österreichischer Leitung weiter und die Internationalität, die Anzahl der Teilnehmer mit Fahrzeugen und der Besucher sowie technisch interessierter Menschen wuchs dabei an.


In dieser Zeitspanne hatten sich mehrere Interessengemeinschaften, lockere Clubs und Vereinigungen um das Schwimmwagenumfeld gebildet. So zum Beispiel die AAE, AGB, Stammtisch der Schwimmwagenfreunde etc. um hier nur einige zu nennen. Auf Grund von unterschiedlichen Interessen und Zuneigungen kam es im Jahre 1972 zu größeren Meinungsverschiedenheiten zwischen den Gruppen. So organisierte in diesem Jahr erstmalig der AAE-Club das 11te internationale Schwimmwagentreffen am Diemelsee im nördlichen Sauerland. Hier erschienen 59 Schwimmfahrzeuge (inklusive zahlreicher Amphicars) und einige Geländefahrzeuge. Danach setzte sich eine kleine Gruppe von eng zusammenarbeitenden VW- Schwimmwagenfahrern zusammen und gründeten kurz entschlossen die

Deutsche Interessengemeinschaft Schwimm- und Geländefahrzeuge  kurz DISG, ließen diesen Verein auch eintragen und erhielten fortan den Zusatz e.V. dafür.


So fand 1973 das 12te Internationale Schwimmwagentreffen zu Pfingsten schon unter der Leitung der DISG e.V. statt. Abgehalten wurde es in Bogen an der Donau und übertraf alle zuvor erzielten Teilnehmerrekorde durch 62 teilnehmende Fahrzeuge, womit auch die Idee der DISG-Gründer bestätigt und belohnt wurde. Der Treffensablauf wurde im Wesentlichen beibehalten. Es fanden schon Pfingsttreffen in Norwegen, Dänemark, Ungarn und Österreich statt, die meisten Treffen fanden jedoch in Deutschland statt, wobei sich durch die Wiedervereinigung ein enormer Zuwachs an sehr reizvollen Möglichkeiten ergab.


Dabei hat auch die Internationalität zugenommen und es ist schön, dass wir zu Pfingsten fast schon regelmäßig Teilnehmer aus A, B, CH, CZ, DK, F, H, I, L, N, PL und S begrüßen dürfen.


Einige Vereinsmitglieder unternehmen in Abstimmung mit dem Vorstand immer wieder in eigener Regie tolle Treffen und Fahrten, wie z.B. nach Afrika oder im Januar nach Norwegen, natürlich mit Motorradgespannen. Das sind Erlebnisse, die wohl nie mehr in Vergessenheit geraten.


2010 konnte das 50. Jahr der traditionellen Pfingstreffen in Waldeck gefeiert werden.


Zum Verein selbst ist noch zu sagen:


Die Mitgliederzahl wuchs jährlich, was bis auf kleinere Ruhepausen bis heute angehalten hat. So können wir heute mit Stolz auf über 200 Mitglieder verweisen, wobei in Laufe der Vereinszeit über 30 Mitglieder verstarben und auch Austritte zu verzeichnen waren.


Das Wort „Hobby“ bringt vielleicht Leidenschaft, Neigung und  auch ein wenig

Suchtverhalten zu Tage. Jeder der ein Sammelhobby betreibt, sei es Bauchbinden von Zigarren,Zigarettenbilderbücher, Briefmarken, Bierdeckel oder alte Fahrzeuge, der weiß wovon ich spreche.  Einer unserer ehemaligen Präsidenten, Herr Dipl. Ing. Hans Martin Puchstein, sprach in diesem Zusammenhang einmal sehr treffend von einem Virus, dem die Hobbyisten der DISG besonders verfallen wären. Das drückt sich hauptsächlich durch die große Anzahl der zusammengetragenen und restaurierten Fahrzeuge der DISG-Mitglieder aus. Es sind in etwa 600 Fahrzeuge der ehemaligen Deutschen Wehrmacht, wovon etwa 140 Fahrzeuge VW-Schwimmwagen sind.  


Zusätzlich gibt es natürlich weltweit viele öffentliche und private Museen, die ebenfalls über einen großen Bestand an Wehrmachtsfahrzeugen verfügen, wobei sich die meisten dieser Fahrzeuge in einem sehr unterschiedlichen Erhaltungszustand befinden und die allermeisten dürften auch nicht fahrbereit sein, im Gegensatz zu den Fahrzeugen unserer Mitglieder.


Durch den Einsatz unserer Mitglieder entstanden aus nicht mehr erkennbaren Ausgrabungen, sogenannten Bodenfunden, in mühsamster und jahrelanger Arbeit nicht selten wieder fahrbereite Gefährte. So etwas ist die Herausforderung schlecht hin. Außer über außerordentliche handwerkliche Geschicklichkeit muß man bei einer solchen Herausforderung auch über eine große Anzahl von Werkzeugen und Maschinen sowie über technisches Wissen und Können verfügen. Diese Sammler sind echte Enthusiasten und verdienen hohe Anerkennung. So bildeten sich im Laufe der Jahre einige Schwerpunkte innerhalb unseres Vereines und wir verfügen so auch über wirkliche Spezialisten.


Das fängt an mit unserem Archivar. Er verwaltet für uns vereinseigene und private Zeichnungen in erheblichem Umfang. Diesem Fundus verdanken wir schon so manche Nachfertigungsmöglichkeit von einfachen bis hin zu komplizierten Fahrzeugteilen.


Dann gibt es Mitglieder, deren Schwerpunkt auf der Beschaffung von guten Gummiteilen liegt, welche bei solch betagten Fahrzeugen auch immer wieder im größeren Umfang benötigt werden.


Weiter gibt es ein Mitglied, welches zuverlässige Bowdenzüge, Bremsenteile und Bremstrommeln beschaffen kann.


Seit einiger Zeit gibt es nun auch kleinere und größere Blechteile von hoher Qualität zur Reparatur der Fahrzeuge.


Einige, wenige Mitglieder spezialisierten sich auf die Überholung und Reparatur von Getrieben und Motoren, die, wenn die Reparaturen ausgeführt sind, wieder laufen wie ein Schweizer Uhrwerk.


Letztlich verfügt der Verein über eine eigene Reifenform, in der bereits dreimal die Spezialreifen für die Schwimmwagen neu produziert wurden.


Durch diese Mitglieder bleiben auch die Fahrzeuge anderer Mitglieder, welche nicht über die nötigen Werkzeuge, Maschinen, Zeit und vielleicht dem fundierten Wissen über die alte Technik verfügen, alle auf einem fahrbereiten Toppzustand, was letztendlich ja jeder anstrebt. Nur davon und dadurch konnte unser Verein zu dem werden, was er heute präsentiert.


Dann gibt es eine Vielzahl von Mitgliedern, die unermüdlich ihre Zeit opfern, und immer wieder Treffen für uns organisieren, gleichgültig ob es sich hierbei um das Jahreshaupttreffen, also das Pfingsttreffen handelt, ob es das Sommertreffen betrifft, oder das Jahresabschlusstreffen um die Nikolauszeit. Jedes der Treffen hat seinen besonderen Reitz und meistens auch eine Überraschung, wo man sich schon manchmal fragt, wie kam der Ausrichter auf eine solch tolle Idee?


Weiter geht es mit den Mitgliedern, die Berichte für unser jährliches Journal über unsere Treffen verfassen, Fotos einsenden oder technische Berichte mit bemerkenswerter Akribie verfassen und somit oft oder fast Vergessenes wieder bekannt werden lassen und dadurch auch für die anderen verfügbar machen.  


All  dieses,  macht  unser  Vereinsleben  aus.


Wenn wir von diesem Sinn und Zweck auch weiterhin nicht abweichen, wird unser Verein eine Zukunft haben. Danach lasst uns mit großem und kameradschaftlichem Zusammenhalt auch weiterhin leben.


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