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Treffenberichte

Besichtigung Schloß (Burg) Zwingenberg

am Pfingstsonntag, 12.05.2008

von Ingrid Hötz

Ein ganz besonderes kulturelles Highlight war die Reise in die Vergangenheit auf  Schloß Zwingenberg.


Ein Schloß oder doch eine Burg – diese Frage stellte sich beim Anblick dieser grandiosen Anlage hoch über dem Neckar – auf alle Fälle stellt man sich so eine Ritterburg aus dem Mittelalter vor und dazu noch sehr gut erhalten und seit 1808 in Markgräflich  Badischem Familienbesitz und vom Burgbesitzer bewohnt, der Familie Prinz Ludwig von Baden.

Der Burghof und das Erdgeschoss sind zur Besichtigung freigegeben, in den oberen Stockwerken wohnt die Familie von Baden. Die verschiedenen Besitzer haben durch die Jahrhunderte das Bild der Burg so verändert, dass man jetzt von einem Schloss sprechen kann.

Der in mittelalterlicher Tracht gewandete Führer erzählte von der Geschichte dieser Anlage, die bis in das 15. Jahrhundert zurückführte. Die Burg wurde im Laufe der  Jahrhunderte oftmals belagert, jedoch  niemals bezwungen. Die Schlosskapelle, die Räumlichkeiten des Gesindes, wie Küche mit großem Kamin und Räume für die Lagerung und Bearbeitung von Wildbret, das seinerzeit das wichtigste Nahrungsmittel, sowie der Innenhof der Burg, sind noch im ursprünglichem Zustand und wie uns der Führer „geheim“ informierte, haben die jetzigen Besitzer jedoch in ihren Räumen Klimaanlage und jeglichen modernen Komfort . Wir jedoch bewegten uns in den meterdicken Mauern und steilen Stufen auf mittelalterlichem Zustand.

Es sei noch erwähnt, dass solche Gebäude vom Staat insoweit bezuschusst werden, dass die äußerliche Erhaltung instand gehalten werden kann. Alles weitere, sei es die innere Instandhaltung, Strom, Wasser oder Schönheitsreparaturen müssen vom Besitzer finanziert werden, was jedoch von Eintrittsgeld-Einnahmen bei weitem nicht gedeckt werden kann. Es wird jedoch jede Möglichkeit ausgeschöpft und so finden jedes Jahr im Sommer seit 1983 vor romantischer Kulisse die Schlossfestspiele statt.

Soll doch der Komponist Carl Maria von Weber die Wolfsschlucht hinter dem Schloss selbst gekannt haben und hier zu seinem Werk inspiriert worden sein. Um durch das große schmiedeeiserne Tor aus dem Schloß wieder in die Neuzeit zurückkehren zu dürfen, musste uns K.H. Kötting „freikaufen“, indem er das Eintrittsgeld  an unseren Burgführer in bar auszahlte. Evtl. würden wir sonst noch heute bei Wasser und Brot im Burggefängnis einsitzen …………………. ????!!!!!

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